In Deutschland können Kätzinnen im Jahr zwei Mal Junge bekommen. Pro Wurf sind es dann um die sieben Kitten. Diese müssen nicht nur geputzt, gesäugt und umsorgt werden, für diese braucht es dann irgendwann auch wieder neue Dosenöffner.

Oder, insbesondere wenn schon die Kätzin eine wildlebende Katze ohne Menschen ist, die Kitten verwildern eben auch und sind dann ab einem gewissen Alter kaum noch an Menschen zu gewöhnen. Aber ab dem fünften Monat eben wieder geschlechtsreif, um wieder neue Kitten auf die Welt zu bringen oder ihnen als Kater eben auf die Welt zu helfen.

Bei dem ganzen Spiel mit dabei sind nicht nur verwilderte Katzen, sondern eben auch unsere Hauskatzen, zumindest die mit Freigang.

Daher sollten Freigängerkatzen unbedingt kastriert sein, um das Leid der Straßenkatzen eben nicht noch mehr zu erhöhen. Je höher die Zahl der Katzen ist, die kastriert sind, um so kleiner fällt eben auch die Zahl des Nachwuchses aus. Nur was nutzt es, wenn vielerorts Tierhilfen und Tierschutzvereine verwilderte Katzen einfangen, kennzeichnen und kastrieren, wenn Katzen mit einem Zuhause dann das Leid weiter anheizen?

2008 entschloss sich in Deutschland Paderborn als erste Stadt die Katzenhalter in die Pflicht zu nehmen. Und seit dem wuchs die Zahl der Städte, die ebenfalls durchgreifen wollen auf über 250 an. So auch Düsseldorf oder auch Leichlingen. In beiden Städten müssen Katzenhalter, die ihre freilaufenden Katzen weder kastrieren noch kennzeichnen Bußgeld zahlen. In Leichlingen sollen es dann 100 Euro sein (hier muss noch beschlossen werden), in Düsseldorf (dort gilt die Regelung bereits seit Dezember 2016, allerdings noch nicht mit dem Erfolg, den man sich erhofft hatte) können es sogar bis zu 1000 Euro sein.

Gute Regelungen, die noch umgesetzt werden müssen.

Denn die Katzenpopulation zu groß wird, dann kämpfen Katzen auch um ihr Revier. Und das durchaus auch mit Hauskatzen, die auf Freigang sind.

Die Katzenpopulation nicht weiter zu vergrößern, dürfte also im Interesse aller sein, die Katzen bzw. Tiere mögen und lieben. Und das geschieht am ehesten eben durch Kastration. Und kastrierte Katzen kann man dann auch wieder füttern. Ansonsten sorgt man mit der Fütterung nur dafür, dass es eben noch mehr Kitten gibt, die dann leider niemand möchte.