bs / sr

die britisch-kurzhaar (bs oder bkh) ist eine kompakte katze – so stellt das aussehen der briten für viele das typische bild einer katze dar: kräftig, rund und kurzhaarig.

im letzten jahrhundert suchte und fand der maler harrison weir seine katzen in den straßen ihrer britischen majestät, um sie zu züchten und auszustellen. dadurch wurde der gemeine straßenkater unter dem namen british shorthair salonfähig. diese stark kolonialistisch geprägte bezeichnung bezog sich damals auf alle kontinentalen hauskatzen, was eine gewisse verwirrung stiftete, bis gezielte zuchtprogramme erlaubten, aufgrund der morphologischen unterschiede für die britische und europäische kurzhaar präzise standards aufzustellen. heute noch bleibt die britisch kurzhaar blau von ihren wenig aristokratischen ahnen rustikal angehaucht.

aus: yann arthus-bertrand, katzen, verlag frederking & thaler

in vielen werbe-spots der heutigen zeit lässt sich eine britisch-kurzhaar entdecken: sei es ein großer, blauer kater mit breiten backen oder die schnurrende silber-tabby-katze. auch die kleinen kätzchen, die sich auf der suche nach dem katzenklo befinden, sind britisch.

tica-standard: british-breed-group

das weiche, dichte fell der britisch-kurzhaar ist pflegeleicht, haart relativ wenig und ist in vielen farbschlägen möglich: es gibt sie in chocolate, lilac, creme, rot, schwarz, weiß, fawn, cinnamon … gestromt, gepunktet, gestreift… in smoke, schildpatt (tortie), blaucreme, bi- und tricolor oder point… und viele mehr! die klassische briten-farbe ist trotzdem blau, das von orange- oder kupferfarbenen augen kontrastiert wird.

blaue briten werden fälschlicherweise als “kartäuser” bezeichnet, da bis vor wenigen jahrzehnten die alte, französische rasse chartreux (kartäuser) und british shorthair blue zu einer rasse zusammengefasst waren. noch heute können sie sich ähneln in europa, da die kartäuser nah an die britisch kurzhaar blau herangezüchtet wurde.die gedrungene körper- und kopfform verdanken britisch-kurzhaar-katzen persereinkreuzungen. so wie sich im stammbaum von echten briten weit hinten hin und wieder noch ein “cha” für chartreux finden lässt, so kann man auch selten in dritter oder vierter generation das kürzel “per” für perser entdecken. falsch ist es jedoch, dass die briten von den persern oder exotic kurzhaar abstammen, denn sie wurden ursprünglich aus normalen hauskatzen “herausgezogen”.

die einkreuzung der langhaarigen perserkatzen hat nicht nur eine typverbesserung, sondern auch das thema “langhaar” eingebracht. so kann es manchmal geschehen, wenn beide elternteile das nicht-dominante gen für langhaar in sich tragen, dass ein langhaar-wurf in einer britisch-kurzhaar-zucht fällt (oder nur einige kitten langhaarig sind).

die variation britisch-langhaar (blh) ist als eigenständige rasse anerkannt, jedoch nicht bei jedem verband vertreten. mittlerweile spezialisieren sich trotzdem einige züchter genau auf diese besonderheit. blh-katzen werden highlander, aber auch lowlander genannt. sie besitzen im grunde bis auf die länge der haare, die gleiche, weiche fellstruktur wie die kurzhaar-briten.

briten, ob kurz- oder langhaar, sind sehr personenbezogen und beleben, wie jede katze, ihr zuhause durch viel charme. aufgrund ihres ausgeglichenen gemüts eignen sich sich wunderbar als wohnungskatzen. sie haben einen hang zum ruhigen leben, trotzdem sitzt ihnen der schalk im nacken.

banner 3

die selkirk rex (sr) ist eine noch relativ junge und unbekannte katzenrasse. diese neue art der rex-katze wurde 1987 in montana, usa entdeckt. es kam zu einer natürlichen mutation und innerhalb eines katzenwurfes gab es neben glatthaarigen auch gelockte katzenkinder.

das besondere an den selkirk-rex-katzen sind ihre locken! jegliches haar besitzt “kurve” – auch die schnurrbarthaare. bei geburt ist das fell bereits sehr weich und wellig – eine erwachsene katze besitzt ein dichtes, weiches und lockiges fellkleid.

ungleich zu den anderen bekannten rex-rassen vererbt sich das selkirk-rex-gen dominant. reinerbige selkirks besitzen eine markantere optik mit kompakteren locken, als ihre mischerbigen verwandten. innerhalb der tica ist der outcross mit der kompletten british und persian breed group erlaubt. das bedeutet selkirk rex dürfen mit britisch kurzhaar, britisch langhaar, perser und exotic kurzhaar verpaart werden. somit gibt es die selkirk auch als langhaarkatze (sl), aber auch als “straight” – tatsächlich auch ohne locken. gleichwohl so der gen-pool einer neuen rasse erweitert wird, muss mit viel bedacht gezüchtet werden, um diese rasse auf lange sicht zu stabilisieren.

tica-standard: selkirk rex breed group

so wie die britisch kurzhaar ist der körperbau der selkirk semi-cobby.